Bürgerstiftung Mosbach übernimmt Kosten für öffentlichen Defibrillator am Sportgelände Zwingenberg 

 Am Nebengebäude der Peter-Kirchesch-Halle in Zwingenberg wurde vor kurzem ein Defibrillator installiert.





(von links nach rechts): Norman Link Bürgermeister Zwingenberg , Karsten Uhrig 1. Vorsitzender SV Zwingenberg Dr. Frank Zundel Vorsitzender des Stiftungs-vorstands und Erich Wunderlich Ehrenmitglied SV Zwingenberg.


„Bürger helfen Bürgern, das ist der alleinige Sinn unserer Bürgerstiftung“, so Dr. Frank Zundel. „Im Falle eines Herzversagens zählt jede Sekunde. Deshalb übernehmen wir gerne die Kosten von 2500 € und können so einen Beitrag zur schnellen Hilfe leisten.“ Karsten Uhrig dankte Dr. Zundel und der Bürgerstiftung Mosbach : “Wir haben alleine vom SVZ im Normalbetrieb etwa 150 Sporttreibende wöchentlich auf dem Sportgelände, zudem kommen noch die Tennisspieler des TC Neckar, die Schützen des SSV Zwingenberg und Privatpersonen auf dem Kleinspielfeld hinzu. Da ist solch ein Gerät genau am richtigen Fleck“

Die Bereitschaftsleiterin der Helfer-vor-Ort (HvO) Neckargerach , Katharina Wandernoth, half bereits im Vorfeld den Verantwortlichen des SVZ bei der Auswahl des Defibrillators und nahm ihnen die Angst vor der korrekten Anwendung. Doch wann darf man einen Defibrillator eigentlich anwenden? Und: Kann man damit dem Bewusstlosen gar schaden? HvO-Leiter Joachim Diederich beruhigte die Anwesenden bei der Erstinbetriebnahme: “Man kann nichts falsch machen.”

Ein Defibrillator (AED) ist selbsterklärend. Ein einfacher Druck auf die Ein-/ Aus-Taste genügt. Durch klare Sprachanweisungen wird man durch alle Reanimationsschritte geleitet. Somit könnten im Ernstfall alle nötigen Schritte problemlos und fehlerfrei vollzogen werden. Selbst ob ein Einsatz überhaupt notwendig sei, entscheide das Gerät anhand der Auswertung der Herz-Rhythmusanalyse. Erst nach der Anweisung, den Schock auszuführen, kann dieser an den Patienten abgegeben werden. Somit wird das Risiko eines überflüssigen Schocks ausgeschlossen. Wie die Elektroden anzubringen sind, entnimmt man der Abbildung.

Auch für die weitere Versorgung des Patienten durch Herzdruckmassage und Beatmung erhält man in Form von Sprachanweisungen und Taktvorgabe Unterstützung. Natürlich, so die HvO, müsse man immer zuerst den Rettungsdienst unter 112 rufen - doch sogar daran erinnere das Gerät.

Die Experten empfehlen außerdem jedem Bürger, den Erste Hilfe-Kurs aufzufrischen!

In Kürze wird noch eine Schulung zur Anwendung des Defibrillators und ein Reanimationstraining durch den Leiter der HvO Ortsgruppe Neckargerach Joachim Diederich stattfinden. Gerne werden wir auch die Patenschaft für die „Pflege“ des Geräts übernehmen, so Diederich.


Bürgermeister Link dankte im Namen der Gemeinde Zwingenberg und aller Bürger den Initiatoren des SV Zwingenberg , den HvO, sowie Dr. Zundel von der Bürgerstiftung Mosbach : „Dies ist ein weiterer Gewinn für unsere Gemeinde. Hoffen wir gemeinsam, dass wir den Defibrillator nie brauchen werden!“